ALLGEMEINE BERATUNG

Alle in Deutschland lebenden Frauen und Männer können eine Schwangerschaftsberatung in Anspruch nehmen. Dies ist im §2 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) festgelegt.Die Beratung ist kostenlos und wir unterliegen der Schweigepflicht.

Wir

  • unterstützen

  • begleiten

  • informieren

  • vermitteln Kontakte und Hilfen

  • Wir beraten

  • in Fragen rund um die Schwangerschaft

  • in Bezug auf gesetzliche Leistungen und finanziellen Hilfen z. B. der Bundesstiftung „Mutter und Kind“

  • im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik, PND

  • über Angebote anderer Institutionen

  • in Fragen zu Verhütung und Familienplanung

  •  

    Praktische Unterstützung

    Neben Informationen bietet unsere Beratungsstelle auch praktische Unterstüzung. Das Angebot umfasst beispielsweise die Vermittlung von Hebammen, von Krankenhäusern, zu Einrichtungen, zu Ämtern, zu Schuldnerberatungsstellen. Auf Wunsch helfen wir dabei eine Betreuungsmöglichkeit für das Kind zu finden. Wir haben auch die Möglichkeit Mittel aus der Bundesstiftung „ Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens“  zu vergeben.
       

        Leistungen der Bundesstiftung "Mutter und Kind"...


        Die Bundesstiftung „Mutter und Kind“ bietet finanzielle Hilfe für Frauen, die durch die Schwangerschaft in eine Notlage geraten sind. Sie können diese Hilfe bei einer Beratungsstelle an Ihrem Wohnsitz beantragen. Dazu müssen Sie Ihre Schwangerschaft nachweisen. Die Beratungsstelle macht sich ein Bild über Ihre Einkommensverhältnisse und Ihre individuelle Notlage.
        Eine Hilfe aus der Bundesstiftung ist nur möglich, wenn andere Sozialleistungen nicht ausreichen oder nicht gewährt werden. Eventuell gezahlte Zuschüsse wer-den nicht als Einkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. Es ist ratsam, sich frühzeitig an eine Beratungsstelle zu wenden. Auf Leistungen der Bundesstiftung besteht kein Rechtsanspruch.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Beratung bei Pränatadiagnostik


        Vor, während und nach vorgeburtlichen Untersuchungen ist die Begleitung durch unsere Beraterinnen ein wichtiges Angebot. Vor diesen Untersuchungen geht es darum, was Sie wissen möchten und sollten, und wie Sie mit einem eventuell auffälligen Befund umgehen wollen. Während der Untersuchungen begleiten wir Sie in der Zeit des Wartens auf die Mitteilung des Ergebnisses. Nach Pränataldiagnostik sind wir für Sie bei auffälligen Befunden da, wenn es um wichtige und schwierige Fragen geht, wie beispielsweise Hilfen für ein Leben mit einem behinderten Kind, Schwangerschaftsabbruch oder Abschied vom Kind. xyz
        Die Ärzte und Ärztinnen, die einen auffälligen Befund diagnostizieren, sind verpflichtet, Sie über psychosoziale Hilfsangebote zu informieren und, wenn Sie einverstanden sind, an eine Beratungsstelle zu vermitteln. Nach drei Tagen bescheinigen Sie dem Arzt oder der Ärztin, dass Sie diese Beratung in Anspruch genommen oder darauf verzichtet haben. xyz
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Mutterschutz


        Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft bekannt geben, haben Sie Kündigungsschutz während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Entbindung. Dies gilt auch, wenn Sie die Schwangerschaft innerhalb von zwei Wochen nach Zugang einer Kündigung mitteilen.
        Die für den Arbeitsschutz zuständige oberste Landesbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle kann in besonderen Fällen, die nicht mit der Schwangerschaft in Zusammenhang stehen, ausnahmsweise die Kündigung für zulässig erklären.
        Während der Schwangerschaft und der Stillzeit gelten besondere Mutterschutzvorschriften am Arbeitsplatz:


        • Es besteht ein eingeschränktes Beschäftigungsverbot in der Mutterschutzfrist, sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin, wobei die werdende Mutter in diesem Zeitraum jederzeit ihre Bereitschaft zur Arbeit widerrufen kann.

        • Außerdem gibt es ein absolutes Beschäftigungsverbot in der Mutterschutzfrist acht Wochen nach der Entbindung, bei Mehrlingen und Frühgeburten im medizinischen Sinn zwölf Wochen.

        • Der Arbeitgeber muss die werdende Mutter für  Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freistellen, dabei entsteht kein Verdienstausfall.

        • Wenn die Mutter die Elternzeit nicht oder nicht voll in Anspruch nehmen möchte, muss ihr Arbeitgeber sie für die erforderliche Stillzeit von der Arbeit freistellen. Diese Zeit muss weder vor- noch nachgearbeitet werden. Zudem darf kein Verdienstausfall durch die Stillzeit entstehen.


        Ist eine bestimmte Tätigkeit nicht mit der Schwangerschaft zu vereinbaren – dies ist meistens der Fall, wenn die Arbeit ein Gesundheitsrisiko für die werdende Mutter oder das ungeborene Kind darstellt – muss im Einstellungsgespräch die Frage nach einer Schwangerschaft wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ansonsten ist diese Frage gesetzlich nicht zulässig.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Elterngeld


        Gemäß dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit beträgt das Elterngeld 67 Prozent des durchschnittlich vor der Geburt monatlich verfügbaren, bereinigten Nettoeinkommens, das heißt Steuern, Sozialabgaben, Werbungskosten und Zulagen, wie beispielsweise der Nachtzuschlag, werden abgezogen. Das Elterngeld beträgt jedoch höchstens 1800 € und mindestens 300 €. Bei einem Nettoeinkommen von mehr als 1200 € wird das Elterngeld in Stufen von 67 auf 65 Prozent gekürzt. Das Elterngeld wird als Einkommen auf das Arbeitslosengeld II, auf Sozialhilfe nach dem SGB XII sowie auf den Kinderzuschlag angerechnet. Daher kann das Elterngeld für Empfänger von Sozialleistungen entfallen.
        Ausgenommen davon sind Arbeitnehmer aus dem Niedriglohnsektor, die zusätzlich zur Sicherung ihres Existenzminimums Aufstockungsleistungen erhalten.
        Wenn Sie ein geringes Einkommen unter 1.000 Euro erhalten, beträgt die Ersatzrate bis zu 100 Prozent. Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern erhalten einen Zuschlag von zehn Prozent, mindestens aber 75 Euro zu dem sonst zustehenden Elterngeld des betreuenden Elternteils. Bei Mehrlingsgeburten (Zwillingen, Drillingen usw.) erhöht sich das Elterngeld für das zweite und jedes weitere Kind jeweils um einen Zuschlag in Höhe des Mindestbetrags (300 Euro).
        Ein Elternteil erhält das Elterngeld höchstens zwölf Monate. Das Elterngeld wird zwei weitere Monate gezahlt, wenn sich der Partner an der Kinderbetreuung beteiligt und er deshalb auf Erwerbseinkommen ganz oder teilweise verzichtet.
        Alleinerziehende können unter bestimmten Voraussetzungen das Elterngeld für die Dauer der gesamten 14 Monate beziehen. In besonderen Fällen kann das Elterngeld auch von Verwandten bis zum dritten Verwandtschaftsgrad bezogen werden. Das Elterngeld können Sie bei der zuständigen Elterngeldstelle vor Ort in Ihrer Kommune beantragen.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Elternzeit


        Bei Arbeitnehmern hat jeder Elternteil bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes Anspruch auf Elternzeit. Während dieser Zeit bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen. Der Arbeitgeber darf das Arbeitsverhältnis frühestens acht Wochen vor Beginn der Elternzeit sowie währenddessen nicht kündigen. Nach der Rückkehr aus der Elternzeit besteht Anspruch auf den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz.
        Mit Zustimmung des Arbeitgebers ist es möglich, zwölf Monate der Elternzeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes zu nehmen. Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit ist diese schriftlich beim Arbeitgeber anzumelden. Die Eltern müssen sich bei der Anmeldung für die kommenden zwei Jahre ab Beginn der Elternzeit entscheiden, ob und wann sie die Elternzeit nehmen möchten. Wird die Elternzeit von der Mutter unmittelbar nach der Mutterschutzfrist in Anspruch genommen, so muss sie sich nur bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes festlegen. Während der Elternzeit ist eine Teilzeiterwerbstätigkeit von bis zu 30 Wochenstunden möglich.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Unterhaltsansprüchte, Unterhaltsvorschussleistungen, Beistandschaft


        Die Beistandschaft kann bereits vor der Geburt des Kindes beantragt werden, wenn die werdende Mutter nicht verheiratet ist und die Eltern keine gemeinsamen Sorgeerklärungen abgegeben haben. Nach der Geburt kann sie jederzeit bis zur Volljährigkeit des Kindes schriftlich beim Jugendamt beantragt werden.
        Ist der Antrag eingegangen, wird das Jugendamt sofort Beistand des Kindes. Zuständig ist das Jugendamt am Wohnort des antragstellenden Elternteils. Das Jugendamt bietet seine Hilfe zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes an. Der Beistand ermittelt das Einkommen des Unterhaltspflichtigen und errechnet die Höhe des Unterhalts. Wenn Unterhaltspflichtige nicht zahlen, kümmert sich der Beistand auch um die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche.
        Sollte der Unterhaltspflichtige aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sein, den Unterhalt zu zahlen, kann die Mutter des Kindes über das Jugendamt Unterhaltsvorschussleistungen beantragen. Unterhaltsvorschussleistungen werden insgesamt bis zu sechs Jahren gezahlt. Damit ist die Gesamtdauer der Zahlungen gemeint, nicht das sechste Lebensjahr. Das Kind darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
        Eine Beistandschaft kann auch für den Fall eingerichtet werden, dass ein Unterhaltsanspruch abgeändert werden soll. Hat sich das Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils geändert, so verfolgt der Beistand für das Kind eine Erhöhung des Unterhalts oder vertritt es gegen das Herabsetzungsbegehren des unterhaltspflichtigen Elternteils.
        Durch die Beistandschaft wird die elterliche Sorge nicht eingeschränkt. Innerhalb seines Aufgabenkreises vertritt der Beistand das Kind und kann im Namen des Kindes außergerichtlich und vor Gericht tätig werden. Neben ihm bleibt auch der antragstellende Elternteil in vollem Umfang zur Vertretung des Kindes befugt. Nur im gerichtlichen Verfahren gibt es die Ausnahme, dass zur Verhinderung widersprüchlicher Aussagen von Elternteil und Beistand der Beistand den Vorrang hat.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen und herunterladen können.

        Vaterschaft


        Die Beistandschaft kann bereits vor der Geburt des Kindes beantragt werden, wenn die werdende Mutter nicht verheiratet ist und die Eltern keine gemeinsamen Sorgeerklärungen abgegeben haben. Nach der Geburt kann sie jederzeit bis zur Volljährigkeit des Kindes schriftlich beim Jugendamt beantragt werden.
        Ist der Antrag eingegangen, wird das Jugendamt sofort Beistand des Kindes. Zuständig ist das Jugendamt am Wohnort des antragstellenden Elternteils. Das Jugendamt bietet seine Hilfe zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes an. Der Beistand ermittelt das Einkommen des Unterhaltspflichtigen und errechnet die Höhe des Unterhalts. Wenn Unterhaltspflichtige nicht zahlen, kümmert sich der Beistand auch um die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche.
         
        Sollte der Unterhaltspflichtige aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sein, den Unterhalt zu zahlen, kann die Mutter des Kindes über das Jugendamt Unterhaltsvorschussleistungen beantragen. Unterhaltsvorschussleistungen werden insgesamt bis zu sechs Jahren gezahlt. Damit ist die Gesamtdauer der Zahlungen gemeint, nicht das sechste Lebensjahr. Das Kind darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
        Eine Beistandschaft kann auch für den Fall eingerichtet werden, dass ein Unterhaltsanspruch abgeändert werden soll. Hat sich das Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils geändert, so verfolgt der Beistand für das Kind eine Erhöhung des Unterhalts oder vertritt es gegen das Herabsetzungsbegehren des unterhaltspflichtigen Elternteils.
        Durch die Beistandschaft wird die elterliche Sorge nicht eingeschränkt. Innerhalb seines Aufgabenkreises vertritt der Beistand das Kind und kann im Namen des Kindes außergerichtlich und vor Gericht tätig werden. Neben ihm bleibt auch der antragstellende Elternteil in vollem Umfang zur Vertretung des Kindes befugt. Nur im gerichtlichen Verfahren gibt es die Ausnahme, dass zur Verhinderung widersprüchlicher Aussagen von Elternteil und Beistand der Beistand den Vorrang hat.
         
        Aus der Broschüre „Schwanger - Und jetzt ein Kind?“ des Landesverbandes donum vitae NRW, die Sie hier als PDF-Datei einsehen / herunterladen können.

    Chr. Schwandner
    M. Berendt-Laermanns
    Beratungsraum 1
    Beratungsraum 2